Verbraucherdarlehen widerrufen – Widerrufsrecht bis 2002

Bis 21.06.2016 hatten Bauherren und Immobilienbesitzer die Möglichkeit ihre Immobilienkredite und -finanzierungen nach eingehender Prüfung zu widerrufen. Die Frist ist nun offiziell abgelaufen. Allerdings gilt dies laut anwalt.de tatsächlich nur für den Bereich Immobilien- und Baufinanzierung.

Verbraucherdarlehen bzw. Verbraucherkredite, die nicht immobiliengebunden abgeschlossen wurden können demnach immer noch widerrufen werden, sofern die Widerrufsbelehrung nicht vollständig oder falsch war. Das gilt im Übrigen nicht nur für laufende Kredite und Darlehen, sondern eben auch für bereits getilgte Kreditsummen. Die Rechtslage ist demnach noch immer nicht ganz klar.

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nicht unterkriegen lassen oder aufgeben, wenn die Bank den Widerruf des Verbraucherdarlehens ablehnt. Bildrechte: lichtkunst.73 / pixelio.de

Es gibt beim Widerruf von Verbraucherdarlehen aber auch einige Besonderheiten zu beachten: Bei einem Autokredit muss beispielsweise die Nutzung des Fahrzeugs angerechnet werden und auch für andere Arten von Konsumkrediten sollte die Lage in jedem Einzelfall von einem Gutachter geprüft und beurteilt werden. So ein Kredit-Gutachten kostet zwar Geld, das aber in der Regel wirklich gut angelegt ist, denn Fallstricke gibt es hier mehr als genug und die Banken versuchen natürlich meist die Rechtslage positiv für sich selber zu nutzen.

Diese Gutachten werden von Fachwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht erstellt. Kreditnehmer sollten im Übrigen mögliche Ablehnungsschreiben der finanzierenden Hausbank nicht einfach hinnehmen, sondern diese tatsächlich fachrechtlich prüfen lassen.

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