Deutsche Bank AG

Deutsche Bank Firmenprofil

Deutsche Bank AG Firmenprofil

Wir haben ein paar Zahlen und Fakten zur deutschen Bank für unsere Leser zusammengestellt: Die Deutsche Bank ist aktuell der Performance-Verlierer im Deutschen Aktienindex (DAX) im laufenden Geschäftsjahr 2016. Deshalb nimmt die Unternehmensspitze eine aufwendige Sanierung vor, die gemessen am Quartalsbericht bereits erste Wirkung zeigt. Das ist Grund genug, sich den Finanzriesen einmal näher anzugucken.

Das größte deutsche Kreditinstitut und gehört zu den einflussreichsten Banken weltweit. Und dennoch geriet der Finanzkrise Anfang diesen Jahres mächtig ins Straucheln. Der Umsatz aus der jahrelangen Paradedisziplin Investmentbanking brach ein und die Rechtsstreitigkeiten über fragwürdige Investments der letzten Jahre drückten den Gewinn und sorgten 2015 für den historischen Verlust von 6,8 Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund ordnet der Brite John Cryan, seit 2015 der Boss der Deutschen Bank, ein aufwändiges Sparprogramm an. Auf welche Bereiche sich dieses auswirkt, soll an den nun folgenden Daten veranschaulicht werden.

Allgemeine Informationen: die Deutsche Bank AG

Das 1870 gegründete Unternehmen unterhält aktuell 700 Filialen. Da sich allerdings ein Trend in Richtung Onlinebanking entwickelt, möchte sich auch die Deutsche Bank AG entsprechend modernisieren und bis 2017 200 Filialen schließen. Mitte 2015 hieß es deshalb bereits, das Geldhaus wolle rund eine Milliarde in den Ausbau digitaler Technologien investieren.

Die Deutsche Bank beschäftigt derzeit etwa 100.000 Mitarbeiter. Aufgrund des strengen Schrumpfprogramms sollen aber bis zu 10.000 Stellen gestrichen werden. Da die Abspaltung vom kleinen Bruder, der deutschen Postbank, in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, fallen weitere 19.000 Arbeitsplätze weg.

Geschäftslage

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main musste in den letzten fünfzehn Jahren nur einmal während der Finanzkrise 2008 eine negative Jahresbilanz hinnehmen. Dies veranschaulicht den Abstieg aus der Beletage der „Big Players“ in den Kapitalmärkten.

Viele Anleger haben daher das Vertrauen in die Bank verloren, weshalb der Aktienkurs seit Anfang diesen Jahres um rund 26 Prozent gefallen ist. Einige Ökonomen haben bereits das Ende der Deutschen-Bank-Ära verkündet.

Unerwartete Wende

Nicht zuletzt wurde auch der harte Sparkurs John Cryans kritisiert- doch diese scheint bereits zu wirken. Nach dem schlechtesten Jahresstart in der gesamten Geschichte des Konzerns überraschte das Geldhaus nämlich mit einem Gewinn im ersten Quartal. Insgesamt steht ein Gewinn von 236 Millionen Euro- Analysten hatten mit einem Verlust von 300 Millionen Euro gerechnet. Die Anleger verstanden das als deutliches Lebenszeichen und reagierten begeistert- der Aktienkurs schoss in die Höhe.

Das liegt auch daran, dass sich die Kosten für Rechtsstreitigkeiten deutlich um 1,4 Milliarden Euro im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres reduziert haben und auch allgemein an der Kostenschraube gedreht wurde.

Die Zukunft der Deutschen Bank

Das Geldhaus hat sich nach 2008 bereits einmal aus einer Krise herausgearbeitet. Es stellt nach wie vor das größte Kreditinstitut Deutschlands dar und der strikte Sparkurs Cryans scheint auch erste Früchte zu tragen. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der strikte Stellenabbau zwar sozialkritisch hinterfragt werden muss, ökonomisch aber gerechtfertigt ist. Es bleibt nun abzuwarten, ob auch das zweite Quartal an die überraschenden Zahlen des ersten heranreichen kann, um auch die Anleger wieder von sich zu überzeugen.

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