Der Ratenkredit – eine der beliebtesten Finanzierungsarten

Im Leben kommt es immer wieder zu Situationen, in denen ein Ratenkredit eine optimale Lösung darstellt. Vor allem dann, wenn der finanzielle Spielraum derart eng ist, dass Neuanschaffungen von Geräten oder Reparaturen für das Auto nicht möglich sind, bieten sich Ratenkredite an. Man muss nicht immer jahrelang sparen oder sich selbst auf das nächste Jahr vertrösten, um sich einen Traum zu erfüllen. Da in der heutigen Zeit die Zinsen ein Rekordniveau erreicht haben, stellt der Ratenkredit eine immer beliebtere Option dar, um seine finanzielle Situation zu verbessern bzw. Anschaffungen zu tätigen oder sich Wünsche zu erfüllen, die ohne einer Finanzierung nicht möglich wären. Doch bevor man einen Ratenkredit abschließt, sollten im Vorfeld durchaus Informationen, Tipps und Tricks eingeholt werden, damit man am Ende sicher sein kann, das beste Angebot gewählt zu haben.

Der Ratenkredit – eine der beliebtesten Finanzierungsarten

wie hoch soll die Tilgungsrate des Ratenkredits seinEs gibt zahlreiche unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten; ob Darlehen, Baufinanzierung oder Umschuldung. Eine weitere Möglichkeit, die immer öfter gewählt wird, ist jene des Ratenkredits. Ein Ratenkredit stellt eine Finanzierungsform dar, die sich dadurch auszeichnet, die aufgenommene Summe in monatlichen Raten zu bezahlen. Die Auszahlung erfolgt in einem Stück; die monatliche Rate wird – auf Grundlage eines variablen oder fixen Zinssatzes – bezahlt. Bei variablen Zinssätzen besteht die Möglichkeit, dass die monatliche Rate – bezugnehmend auf den Europäischen Leitzinssatz – schwankt. So können die Raten günstiger, jedoch auch teurer werden. Bei fixen Zinssätzen bleibt die monatliche Rate unverändert. Der Kreditnehmer weiß daher bereits ab seiner ersten Rate, mit welchen monatlichen Belastungen er – bis zum Ende der Laufzeit bzw. bis zur Tilgungsrate – rechnen muss. Die Kreditsummen liegen im Regelfall zwischen 500 Euro und 80.000 Euro; die Laufzeit liegt durchschnittlich zwischen 12 und 84 Monaten, wobei auch Varianten mit 120 Monaten möglich sind.

Ein Finanzierungsbeispiel

Die Kreditsumme beträgt 10.000 Euro, die Laufzeit 3 Jahre (36 Monate). Der Zinssatz liegt bei 5 Prozent. Der Rückzahlungsbetrag liegt – nach Bezahlung der Tilgungsrate – bei 11.500 Euro (die Kreditsumme liegt bei 10.000 Euro, die Kreditzinsen bei 1.500 Euro). Die Kreditrate würde – geteilt durch 36 Monate – 319,44 Euro betragen. Mitunter kann es aber zu Abweichungen kommen; in der Praxis werden Kontoführungsgebühren oder sonstige Spesen verrechnet, sodass – im Rahmen des Kreditvergleichs – nicht nur die monatliche Rate von Bedeutung ist, sondern auch die Gesamtbelastung am Ende der Laufzeit.

Ratenkredit Konditionen

Bei einem Ratenkredit – oder auch Verbraucherkredit – stehen natürlich die Konditionen an erster Stelle. Auch wenn die Banken dieselben Leistungen anbieten, unterscheiden sie sich bei Gebühren und Zinsen. Dabei spielt aber auch die persönliche finanzielle Situation des Antragstellers eine wesentliche Rolle. Wer Sicherheiten hat, eine gute Bonität aufweist und in einem sicheren Jobverhältnis ist, wird mitunter bessere Konditionen als ein Antragsteller bekommen, der um eine Umschuldung ansucht, vielleicht schon negative Einträge in der Schufa hat und in den letzten Jahren mehrmals seinen Job wechseln musste. Wer sich unsicher ist, ob das Angebot, das er vorgelegt bekommen hat, tatsächlich günstig ist, sollte daher im Vorfeld einen Kreditvergleich durchführen. Im Internet gibt es mehrere kostenlose Portale, die dahingehend genutzt werden können, die unterschiedlichen Angebote der Banken zu vergleichen. Dabei sollte der Antragsteller aber nicht nur auf die monatliche Raten oder den Zinssatz achten, sondern auch auf die Gesamtbelastung am Ende der Laufzeit. Genau in jener Position sind allfällige Gebühren und sonstige Kosten enthalten, die den Kredit am Ende teuer werden lassen. Im Zuge des Vergleichs sollten auch Direkt- oder Online-Banken Berücksichtigung finden. Vor allem bei Ratenkrediten, die niedrigere Kreditsummen aufweisen, punkten Online-Banken durch extrem gute Konditionen und sehr niedrige Zinsen. Nicht immer muss die Hausbank, bei welcher der Antragsteller sein Konto und seine Kreditkarte hat, das beste Angebot haben; mitunter ist es auch die Online-Bank, die zwar keine Filiale hat, jedoch die besten Konditionen aufweist.

Voraussetzungen zum Erhalt eines Ratenkredits

Voraussetzungen für RatenkrediiteDer Antragsteller muss 18 Jahre oder älter sein und in dem Land seinen Wohnsitz haben, in welchem der Kreditantrag gestellt wird. Andere Voraussetzungen sind möglich, jedoch hängen diese vom geldgebenden Institut ab. Viele Kreditanbieter überprüfen die Schufa, andere wiederum setzen ein Angestelltenverhältnis voraus, damit der Antragsteller den Ratenkredit bekommt. Die Bank kann, aus den unterschiedlichsten Gründen, eine Finanzierung ablehnen. Kreditanträge werden vorwiegend dann negativ bewertet, wenn die Bank ein dahingehendes Risiko erkennt, dass sich der Kreditnehmer die Raten a) nicht leisten kann bzw. b) es dem Kreditnehmer nicht möglich sein wird, die gesamte Kreditsumme – bezugnehmend auf die Laufzeit und Höhe des Kredits – zurückzubezahlen. Banken, die mit diversen Slogans wie „Kredit sofort“, „keine Schufa-Überprüfung“ oder ähnlichen Werbungen punkten wollen, sind zu hinterfragen. Hier handelt es sich mitunter um unseriöse Kreditgeber, die durchaus die Problematik der Antragsteller, die immer wieder von Banken abgelehnt werden, kennen und versuchen, daraus Profit zu schlagen. Es gibt sehr wohl auch seriöse Banken, die Kredite ohne Schufa vergeben, sich jedoch diesen Service bezahlen lassen, sodass hier höhere Zinsen zu entrichten sind. Dispositionskredite, also jene Finanzierungen, die auf Basis der Kontoüberziehung funktionieren, sollten vermieden werden. Der Dispositionskredit zählt zu den teuersten Finanzierungen, die von Banken angeboten werden.

Die Frage nach dem Verwendungszweck

Verwendungszweck von RatenkreditenEntscheidet sich der Antragsteller für einen Ratenkredit mit Verwendungszweck, erhält er mitunter bessere Konditionen. So ist – wenn sich der Antragsteller für einen KFZ-Kredit entscheidet – der Jahreszins günstiger, als wenn es sich um einen gewöhnlichen Verbraucherkredit ohne Verwendungszweck handelt. Der Vorteil des Verwendungszwecks liegt darin, dass die Bank bessere Konditionen anbietet, da das Institut weiß, wofür das Geld verwendet wird. Das ist auch gleichzeitig der Nachteil des Antragstellers: Er kann die Kreditsumme nur für den Verwendungszweck – also beispielsweise den Kauf eines Autos – verwenden. Gibt es keinen Verwendungszweck, steht dem Kreditnehmer das Geld frei zur Verfügung, muss aber mit deutlich schlechteren Konditionen rechnen.

Der Finanzierungsplan für den Ratenkredit

Wer sich für einen Ratenkredit entscheidet, sollte im Vorfeld einen Finanzierungsplan bzw. Haushaltsplan entwerfen und sich die Frage beantworten, welche Kreditsumme benötigt wird. Dabei ist es wichtig, nicht zu eng zu kalkulieren. Wer sich etwa ein neues Auto kauft und dabei nur einen Ratenkredit um 5.000 Euro aufnehmen möchte, setzt sich ein Limit. Wer sich hingegen ein Limit von 10.000 Euro setzt, kann durchaus einen Spielraum nutzen, der am Ende ausschlaggebend ist, um sich den Traum vom eigenen Fahrzeug endlich zu erfüllen. Bemerkt der Antragsteller, dass die ausbezahlte Summe nicht reicht, kann er zwar um eine Erhöhung ansuchen, muss in weiterer Folge aber mit schlechteren Konditionen rechnen. Für alle Kredite gilt immer: der Kreditnehmer sollte neben offensichtlichen Faktoren wie Zinsen und Tilgung auch im Auge haben, ob es Bearbeitungsentgelte für die Kredite seitens der Bank gibt.

Bild Credits: Tim Reckmann @pixelio

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