Bank of Scotland

Bank of Scotland Firmenprofil

Bank of Scotland Firmenprofil

Der drohende „Brexit“, d.h. der Austritt Großbritanniens aus der EU, beherrscht derzeit die Medien. Es wird vor allem über die politischen und wirtschaftlichen Folgen in Europa und vor allem in Großbritannien spekuliert. Insbesondere erhält auch die Finanzbranche als nicht unerheblicher Unterstützer des Welthandels eine erhöhte Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund widmet sich dieser Artikel einmal einem der größten Geldhäuser Europas mit Hauptsitz in Schottland, der Bank of Scotland.

BOS in Zahlen

Die Bank of Scotland, kurz BOS, ist eine schottische Geschäfts- und Privatkundenbank mit Hauptsitz in Edinburgh. Gegründet wurde sie bereits 1695 und gehört damit zu den traditionsreichsten Geldhäusern in Europa. Das Unternehmen gehört der britischen Lloyds Banking Group plc an und beschäftigt nach eigenen Angaben über 90.000 Mitarbeiter weltweit.

Die Bank ist in über 30 Ländern, darunter neben Großbritannien vor allem in Nordamerika, den Niederlanden, Spanien und Deutschland vertreten. Nach eigenen Angaben vertrauen den Dienstleistungen bereits über 30 Millionen Privat- und Geschäftskunden.

Das Geldhaus verfügt neben der Royal Bank of Scotland und der Clydesdale Bank über das Recht, Banknoten auszugeben. Zwar muss sie sich an die Vorgaben der Bank of England halten, allerdings ist man seitens des Unternehmens stolz, als erste europäische Bank Banknoten ausgegeben zu haben.

Die Bank verzichtet auf ein verbreitetes Filialsystem, um als reine Onlinebank Betriebskosten zu minimieren. Der Kundenservice erfolgt deshalb ausschließlich über das Internet bzw. Telefon.

Unternehmensphilosophie der BOS

„Wir sind als Onlinebank mit einfachen und transparenten Produkten zu attraktiven Konditionen ein verlässlicher Partner für unsere Kunde“, so Bertil Bos, der Managing Director Deutschland, zu dem Geschäftsziel auf deren Website. Tatsächlich stellte der Konzern bereits 1983 die Möglichkeit zu verfügen, Bankgeschäfte von zu Hause aus abzuwickeln.

BOS als deutscher Dienstleister

Seit 1998 ist das Geldhaus mit einer Außenstelle in Frankfurt am Main vertreten. Seit Anfang 2009 engagiert es sich durch ein Büro in Berlin auch im deutschen Privatkundengeschäft. Bereits im ersten Jahr entschlossen sich zirka 100.000 Privatkunden für ein Konto bei der BOS. Das entspricht etwa 1,5 Milliarden Euro. Nur drei Jahre später betrug die Anzahl an Kunden bereits 500.000.

Produkte und Angebote der Bank of Scotland

Die Bank fungiert im Privatkundengeschäft hauptsächlich als Kreditanbieter. In erster Linie wirbt sie mit günstigen Auto- und Ratenkrediten.

Dem Unternehmen ist insbesondere ein seriöser und transparenter Umgang mit den Kunden von Bedeutung, wie der Website zu entnehmen ist.

Das traditionelle Unternehmen überzeugte besonders in den letzten Jahren durch sehr attraktive Konditionen beim Tagesgeldkonto sowie sonstigen Darlehen und gewann durch gute Platzierungen in Tagesgeldvergleichen schnell an Popularität. Es wird auf „Sternchentexte“, eine Mindesteinlage und Gebühren für die Kontoführung verzichtet. Der eigene Anspruch, mit dem Zinssatz stets über dem der EZB (Europäische Zentralbank) zu liegen, wird nach wie vor erfüllt. Nach der Senkung des Leitzinses auf null Prozent bietet die BOS immer noch einen Zinssatz von 0,1 Prozent pro Jahr an.

Aufgrund der Befürchtung einer abkühlenden Wirtschaft und der daraus resultierenden Abschaffung der Zinsen ist das Tagesgeldgeschäft aber deutlich schwieriger geworden. Das setzt vor allem darauf spezialisierte Unternehmen deutlich zu, die sich nun auf Kredite konzentrieren müssen. Es war sogar schon einmal der Rückzug aus Deutschland im Gespräch. Kunden müssen sich aber keine Sorgen um ihr Kapital machen- die Bank of Scotland überzeugt nicht weniger als eine Direktbank.

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